"Komm und sieh" (Joh 1, 46)

Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

"Pax et bonum"

"Friede und alles Gute"
Die Halleiner Schwestern Franziskanerinnen

Die Halleiner Schwestern Franziskanerinnen sind berufen, die Liebe Christi in der Welt sichtbar und erfahrbar zu machen, einander die Freude der Auferstehung zu bezeugen zur Ehre Gottes und zum Wachstum des Reiches Gottes, durch ihre frei gewählte franziskanische Lebensform.  Wo immer die Schwestern sind, stellen sie sich dienend den Menschen in ihren Bedürfnissen und Nöten zur Verfügung durch aufmerksame Begegnung, Arbeit und Gebet. Als Gemeinschaft wollen sie in den verschiedenen Niederlassungen eine geistliche Oase sein.  

Geschichte

Gründungshaus

Am Beginn des Weges der HSF steht die Gründerin Maria Theresia Zechnerin aus Hallein. 1723 begann sie, der Not der Zeit entsprechend, Mädchen aus armen Verhältnissen in der Salinenstadt Hallein eine Ausbildung zu ermöglichen. Der Auftrag der Gründungszeit bestand hauptsächlich darin, Kinder und Jugendliche durch Begleitung, Erziehung und Bildung zu fördern.

Kaiserin Karolina Augusta

Auf Wunsch der Kaiserin Karolina Augusta übersiedelten im Jahr 1845 Schwestern nach Wien, um dort in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen zu wirken. Von Wien aus wurden Schwestern nach Niederösterreich entsandt. Auf Betreiben der Bischöfe von Wien und St. Pölten wurden in den Folgejahren die dort tätigen Schwestern von Hallein losgelöst. So entstanden aus der Halleiner Gründung zwei weitere Ordensgemeinschaften: die „Schulschwesterm vom Dritten Orden des hl. franziskus“ in Wen und die „Franziskanerinnen Amstetten“

Peterskapelle

Ab 1875 übernahmen die Schwestern die Pflege von Kranken und alten Menschen in verschiedenen Gemeinden. Ab 1948 war der Sitz des Mutterhauses in Salzburg, Stadtteil Morzg, in der Emsburg. Seit 2012 haben die Schwestern ihren Ordenssitz im Ortsteil Kahlsperg in Oberalm zwischen Salzburg und Hallein. Der Ordensgemeinschaft der Halleiner Schwestern Franziskanerinnen gehören derzeit knapp 82 Schwestern in den Provinzen Österreich, Bolivien (seit 1943) und Argentinien (seit 1950) an.

Ostansicht von Hallein

vom Jahr 1726

Unser Leben

Lebensform

In der Profess bindet sich die Schwester durch Gelübde an Gott und die Gemeinschaft. Im Zentrum dieser vor der Kirche vollzogenen Weihe steht das Leben nach dem Evangelium Jesu Christi, in Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam nach der Regel des Regulierten 3. Ordens des hl. Franz v. Assisi.

Foto: Hiva Naghshi

"Die Lebensform der Brüder und Schwestern ... ist diese: unseres Herrn Jesu Christi heiliges Evangelium zu beobachten ..."
(Aus der Ordensregel)

Geistliches Leben

Unser Glauben

Das geistliche Leben ist grundsätzlich ein Leben in Beziehung: zu Gott, zu sich selbst, zu den Mitmenschen und zur gesamten Schöpfung. Das geistliche Leben gibt Zeugnis für den Glauben und braucht regelmäßige Vertiefung und Erneuerung.in den verschiedenen Niederlassungen eine geistliche Oase sein.  

"Die Brüder und Schwestern sollen...ihn lieben, ehren, anbeten, ihm dienen, ihn loben, benedeien und verherrlichen,
 den erhabensten und höchsten, ewigen Gott..."
(Aus der Ordensregel)

Gemeinschaftsleben

Ein gutes Miteinander in einer Gemeinschaft ist ein Zeugnis für die Menschen und entspricht der Sehnsucht nach einem gelingenden Leben.

"Um der Liebe Gottes willen sollen die Brüder und Schwestern sich gegenseitig lieben ... Und vertrauensvoll offenbare einer dem anderen seine Not, damit er ihm, was er notwendig hat, ausfindig mache und verschaffe".
(Aus der Ordensregel)

Arbeit

Unser Mitwirken

Die Arbeit ist ein Mitwirken am Schöpfungsauftrag der Gemeinschaft und dient den Menschen und der gesamten Gesellschaft. Die Gemeinschaft lebt von der Erwerbsarbeit der Schwestern. Jede Schwester kann, unabhängig von Alter, Gesundheitszustand und Fähigkeit, ihren geistlichen Auftrag in Hingabe, Gebet und Arbeit erfüllen.

"Die Brüder und Schwestern, denen der Herr die Gnade gegeben hat zu dienen und zu arbeiten, sollen wie Arme in Treue und Hingabe arbeiten, und zwar so, dass sie den Müßiggang, welcher der Seele Feind ist, ausschließen, jedoch den Geist des heiligen Gebetes und der Hingabe nicht auslöschen; ihm muss alles übrige Zeitliche dienen"
(aus der Ordensregel)

Der Weg in die Ordensgemeinschaft

Unser Weg

Gott beruft Menschen, das Evangelium in verschiedenen Lebensformen zu leben. Frauen, die sich für das Ordensleben in der franziskanischen Spiritualität interessieren, können die Gemeinschaft kennen lernen durch:

"Jene, die auf Eingebung des Herrn zu uns kommen mit dem Willen, dieses Leben anzunehmen, mögen liebevoll aufgenommen werden"
(Aus der Ordensregel)